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MÜNCHEN
 Bayern . Deutschland

Muenchen U-Bahn map 2004 © R. Schwandl

 U-BAHN

München U-Bahn AlbumDie bayerische Landeshauptstadt München ist mit 1,3 Mill. Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands. Hier wurden 1972 die Olympischen Spiele ausgetragen und zu diesem Anlass wurde auch die erste U-Bahn-Linie gebaut. Seit damals hat München eines der besten europäischen U-Bahn-Netze verwirklicht, das zusammen mit der S-Bahn fast alle Stadtteile erschließt. Neben den Schnellbahnen verfügt München über ein weitreichendes Straßenbahnnetz.

Wie andere deutsche Städte (z.B. Stuttgart, Frankfurt, Köln oder Hannover) beschloss auch München Anfang der sechziger Jahre, Tunnelstrecken vor allem im Stadtzentrum für die existierenden Straßenbahnen zu bauen. Doch noch vor Baubeginn änderte man die Pläne zugunsten einer Voll-U-Bahn. 1964 fing man mit dem Bau der ersten Nord-Süd-Verbindung (heutige Linie U6) zwischen Kieferngarten und Goetheplatz an. Als München den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 bekam, ergänzte man die erste Linie mit einem Ast von Münchner Freiheit bis Olympiazentrum (U3). Zur selben Zeit wurde auch der S-Bahn-Tunnel durch die Innenstadt gebaut (Inbetriebnahme Mai 1972). Im Oktober 1971 wurde die erste U-Bahn-Linie dem Verkehr übergeben: die U6 Kieferngarten - Goetheplatz (12 km). Diese Linie wurde 1975 bis Harras verlängert. Seit damals wuchs das Netz ständig, der Großteil des heutigen Netzes wurde schon in den sechziger Jahren geplant und nach gesetzten Prioritäten verwirklicht. Aus diesem Grund kann München heute auf eines der benutzerfreundlichsten U-Bahn-Netze Europas stolz sein, besonders was Umsteigerelationen angeht. Zwei Linien treffen sich entweder am selben Bahnsteig (wie Innsbrucker Ring oder Scheidplatz) oder eine Station liegt rechtwinkelig über der anderen, so dass der Fahrgast nur von einer Ebene auf die andere wechseln muss (z.B. Sendlinger Tor, Hauptbahnhof oder Odeonsplatz).

C-train © R. Schwandl U1 OEZ © M. Frey U1 Georg-Brauchle-Ring © R. Schwandl U3/U6 Marienplatz  © R. Schwandl U5 Laimer Platz © R. Schwandl

Im Dez. 2010 hat das Netz eine Gesamtlänge von 95 km (100 Bahnhöfe), davon sind ca. 9 km oberirdisch (U6 von Studentenstadt bis Garching-Hochbrück - 7,9 km und zwischen Garching und Garching-Forschungszentrum, die U5 hat eine Hochbahnstation - Neuperlach-Süd - 0,3 km).

Die Münchner S-Bahn, die von der Deutschen Bahn AG betrieben wird, ist auch innerhalb der Stadt eine wichtige Schnellbahn. Alle Linien fahren im 20-Minuten-Takt, was zu einer Zugfolge von 3-5 Minuten im gemeinsamen Innenstadtabschnitt zwischen Pasing und Ostbahnhof führt. Der Münchner Flughafen kann von zwei Seiten erreicht werden, mit der S8 vom Zentrum über Ostbahnhof und Ismaning, oder seit Nov. 1998 auch mit der S1 von Westen über Feldmoching (U2).

 Geschichte
 
U3
 Moosach - Fürstenried West
U6
 Garching-Forschungszentrum - Klinikum Großhadern

U3 Moosach1. Stammstrecke:

19-10-1971: U6 Kieferngarten - Goetheplatz (12 km)
08-05-1972: U3 Münchner Freiheit - Olympiazentrum
22-11-1975: U3/U6
Goetheplatz - Harras
28-05-1978: U-Bahnhof Poccistraße eingefügt
16-04-
1983: U3/U6 Harras - Holzapfelkreuth
28-10-1989: U3 Implerstraße - Forstenrieder Allee
01-06-
1991: U3 Forstenrieder Allee - Fürstenried West
U3 Moosacher St.-Martins-Platz22-05-1993: U6 Holzapfelkreuth - Klinikum Großhadern
03-06-1994: U6 Kieferngarten - Fröttmaning
28-10-1995: U6 Fröttmaning - Garching Hochbrück
14-10-2006: U6 Garching-Hochbrück - Garching-Forschungszentrum (4,4 km)
28-10-2007: U3 Olympiazentrum - Olympia-Einkaufszentrum (2,5 km)
12-12-2010: U3 Olympia-Einkaufszentrum - Moosach (1,7 km)

U3 - 20,9 km, U6 - 27,4 km (5,8 km gemeinsame Strecke)

 
U1
 Olympia-Einkaufszentrum - Mangfallplatz
U2
 Feldmoching - Messestadt Ost

2. Stammstrecke:
Von 1980 bis 1993 fuhr die U2 (bis 1988 als U8) zwischen Olympiazentrum und Neuperlach Süd, von Scheidplatz zum Olympiazentrum gemeinsam mit der U3. Die U1 verkehrte seit 1983 bis zur Eröffnung des Abzweigs zum Mangfallplatz 1997 vom Rotkreuzplatz bis Innsbrucker Ring. In den 1990er Jahren wurde der Bau der U2 zum ehem. Flughafengelände vorgezogen, wo das neue Messezentrum errichtet wurde.

18-10-1980: U8 Scheidplatz - Innsbrucker Ring [- Neuperlach Süd] (16 km)
28-05-1983: U1 Hauptbahnhof - Rotkreuzplatz
20-11-1993: U2 Scheidplatz - Dülferstraße
26-10-1996: U2 Dülferstraße - Feldmoching
08-11-1997: U1 Kolumbusplatz - Mangfallplatz
24-05-1998: U1 Rotkreuzplatz - Westfriedhof
29-05-1999: U2 Innsbrucker Ring - Messestadt-Ost (ehem. Flughagen) (7,7 km)
18-10-2003: U1 Westfriedhof - Georg-Brauchle-Ring (0,7km)
31-10-2004: U1 Georg-Brauchle-Ring - OEZ (0,6km)

U1 - 12,2 km, U2 - 24,4 km (2,8 km gemeinsame Strecke)

 
U4
 Westendstraße - Arabellapark
U5
 Laimer Platz - Neuperlach Süd

3. Stammstrecke:
Diese Route wurde ursprünglich als U5/U9 geplant. Der erste Abschnitt wurde 1984 von Westendstraße bis Karlsplatz (plus Verbindungstunnel zwischen Schwanthalerhöhe und Implerstraße) eröffnet. Seit Erreichen des Bahnhofs Innsbrucker Ring 1988 fährt die U5 weiter nach Neuperlach Süd (bis Mai 1999 gemeinsam mit der U2). Seit Juni 1999 enden die Züge der U4 am Bahnhof Westendstraße.

Während des Oktoberfestes bedienen die Züge der U4/U5 den Bahnhof Theresienwiese im 200-Sekunden-Takt. Während der Abendstunden verkehrt die U4 nur zwischen Lehel und Arabellapark.

18-10-1980: [Scheidplatz -] Innsbrucker Ring - Neuperlach Süd
10-03-1984: U4/U5 Westendstraße - Karlsplatz (Stachus) (plus Betriebstunnel zw. Schwanthalerhöhe* und Implerstraße)
01-03-1986: U4/U5 Karlsplatz (Stachus) - Odeonsplatz
24-03-1988: U5 Laimer Platz - Westendstraße
27-10-1988: Odeonsplatz - Arabellapark (U4) / Innsbrucker Ring (U5) - weiter nach Neuperlach Süd (bis Mai 1999 gemeinsam mit der Linie U2)

U4 - 9,3 km, U5 - 15,4 km (6,3 km gemeinsame Strecke)

*1998 wurde der Bhf. Messegelände in Schwanthalerhöhe umbenannt.

 

 Fotos
U1 Westfriedhof U1-U2 Sendlinger Tor U2 Dülferstraße U3 Oberwiesenfeld U3 Olympia-Einkaufszentrum
 Planungen

Für die S-Bahn soll ein zweiter Tunnel parallel zum bestehenden gebaut werden.

Weiterhin sind folgende U-Bahn-Verlängerungen geplant:
- U6 vom Klinikum Großhadern bis Martinsried (1,3 km)

- U4 Ost bis Englschalking (S) (1,9 km)
- U5 West bis Pasing (S) (3,6 km)

 Bücher & Videos

München U-Bahn Album Schütz, Florian: MÜNCHEN U-BAHN ALBUM. Alle Münchner U-Bahnhöfe in Farbe. - Nov. 2008, Berlin, ISBN 978 3 836573 19 0


Schnellbahnen in Deutschland/Metros in GermanySchwandl, Robert: Schnellbahnen in Deutschland / Metros in Germany. U-Bahn - Stadtbahn - S-Bahn. - April 2007, Berlin, ISBN 978 3 836573 18 3 - 192 Seiten; Text deutsch und englisch - Mehr Info


Pischek, W. und H. Junghardt: DIE MÜNCHNER U-BAHN. Unterirdisch durch die bayrische Landeshauptstadt. 2002, GeraMond, 160 S.

Papst, Martin: U- und S-Bahn-Fahrzeuge in Deutschland. - München: GeraNova, 2000. ISBN 3932785185

Christoph Hackelsberger: U-Bahn Architektur in München / Subway Architecture in Munich. - 144 S., 176 großartige Bilder (52 in Farbe), Text deutsch und englisch

Pospischil, R. und E. Rudolph: S-Bahn München .- Alba, 1997. 240 S.

Stefan Baumgartner: Tangentialverkehr in Ballungsräumen. Ein Stadtbahnprojekt südwestlich von München. - BoD GmbH, Norderstedt, Dezember 2001, ISBN 3831126895

 Links

MVV - Münchner Verkehrsverbund

MVG (U-Bahnbetrieb)

Münchner U-Bahn bei Wikipedia

Münchner U-Bahn von Florian Schütz

Münchner U-Bahn von Thomas Oswald

Münchner U-Bahn-Galerie von Gerhard Hauptmann

Interessensgemeinschaft S-Bahn

U-Bahnplanungen (Baureferat)

Zweiter S-Bahn-Tunnel (DB Projekt-Website)

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